Die ersten Tage der Industriekultur vom 10. - 12. September 2010, haben mehr als 40.000 Besucher angelockt. Dabei ging es nicht nur darum, an die einstige große Blüte der Stadt im Zeitalter der Industrialisierung zu erinnern. Vielmehr präsentierte sich Chemnitz auch als prosperierender, zukunftsorientierter Industriestandort.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der historische Loktransport am Samstag. Rund 30.000 Menschen verfolgten, wie 12 Pferde eine Dampflokomotive durch die Chemnitzer Innenstadt zogen, begleitet von einem Festzug mit zahlreichen weiteren historischen Fahrzeugen, darunter ein Pferdebus und zwei weitere Lokomotiven auf Schwerlasttransportern. Mit dem Festumzug wurde an die legendären Chemnitzer Loktransporte zu Zeiten des sächsischen Lokomotivkönigs Richard Hartmann (1809-1878) erinnert. Die Maschinenbaufabrik Hartmanns verfügte über keinen Bahnanschluss, deshalb mussten die hier gebauten Lokomotiven per Pferdekutsche zum Bahnhof transportiert werden.
Ebenfalls ein Besuchermagnet war die Lange Nacht der Industrie am Freitagabend, bei der über 4.000 Besucher hinter die Kulissen von zwanzig Chemnitzer Unternehmen von der Gießerei bis zur High-Tech-Firma geblickt haben.
Ein historischer Gründerzeitmarkt mit vielfältigem Bühnenprogramm versetzte die Besucher ins 19. Jahrhundert. Typische Waren aus der Zeit der Industrialisierung, wie zum Beispiel Steingut, Gemälde oder Blumen wurden im historischen Ambiente feilgeboten, Kunsthandwerker präsentierten ihr Können.
Das Jubiläumsjahr „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“ wurde Baggerballet und buntem Programm am Bahnhof gefeiert. Hier fiel am Sonntag auch der Startschuss für die IndustriekulTOUR, bei der die industriehistorischen Museen und Industriedenkmäler der Stadt mit besonderen Angeboten lockten.